Nun möchte ich zu den allgemeinen Themen kommen über die ich berichten werde. Nach wie vor gilt, dieser Blog dient mehr als meine persönliche Erinnerung als Ratgeber für die Leser.

Als ich ankam war es bereits nach 20 Uhr Ortszeit. Der Flug landete um 16:30 Uhr, dann stand ich noch 1 Stunde für meinen Einlass ins Land (Tipp: Einreisekärtchen ausfüllen in Colombo, die liegen auf so nem Nebentisch und man braucht sie…) und natürlich noch Koffer finden und Geld wechseln.

Mein Hotel Transfer stand mit einem kleinen Schild am Rand: „Mr. Klauspeter Parzinger“ (Ja das mit dem Doppelnamen ist so eine Sache, dazu komme ich später noch). Ausserdem meinte er, wir würden noch ca. 2 Stunden Autofahrt vor uns haben.

Das passte für mich perfekt, ich wollte eh schlafen. Dazu kam ich nicht! Wir mussten nämlich ein Stück durch Colombo und da wurde ich schon das erste Mal von der Kunst des Autofahrens in diesem Verkehrssystem (das meiner Meinung nur aus Lichthupe und Hupe besteht) fasziniert und wachgehalten.

Im Hotel begrüßte mich zu allererst der Dolmetscher. Er wies an meine Koffer auf mein Zimmer bringen zu lassen und brachte mich zur Rezeption, wo ich noch meine Bestätigung von FitReisen abgeben musste. Er zeigte mir kurz das Abend Buffet und bat mir an gleich zu Essen. Am nächsten Tage würde er mir die Anlage zeigen und mich zum Arzt begleiten.

Gesagt getan, nach einem sehr köstlichen Mahl und dem Auspacken meines Koffers, glitt ich ins Reich der Träume.

Die Anlage

Die AIDA Ayurveda Resort & Spa Anlage ist von Innen größer als man denkt. Alle Gebäude sind offen gestaltet wie der Essensbereich zum Beispiel und auch viele Verbindungswege. Der Garten lädt sofort zur Erholung ein. Rund um den Garten sind die verschiedenen Anwendungsanlagen wie:

  • Kräutersauna
  • Dampfabäder
  • Blütenbäder
  • Badewannen für die Kräuterbäder
  • Ruhebereich

Der Pool liegt eher am Haupthaus, von meinem Zimmer aus waren es 3 Schritte zum Pool. Das gesamte Resort hat aber noch einen 2. Teil auf der anderen Straßenseite (einer 1 spurigen, kaum befahrenen Straße): Die Riverside

Dort befand sich ein „Gem Museum“ verschiedene „Gem & Jewellery Shops“ sowie ein „Sea Food Resautrant“. Man merkt deutlich das die Residence sich von der Stadt abhebt (was aber viele dieser Hotels tun). Ich bemerkte auch das der Schmuckladen sehr besucht ist, auch von Einheimischen.

Die Behandlungszimmer waren sehr klein aber fein eingerichtet, wie man es auch in Deutschland öfter gewöhnt ist. Es gibt immer schöne Entspannungsmusik und wenn man die Augen schließt und alles um sich vergisst könnte man meinen, man liegt bei seinem Spa zuhause ums Eck. Natürlich werden hier Öle und Co ganz anders vorbereitet als bei uns. Es steht eine kleine Heitzplatte im Raum, mit nem Topf, in dem alles vorbereitet wird. Der Therapeut schüttet es dann in kleine Plastikfläschchen oder nimmt es mit deiner Hand auf bevor es aufträgt.

Das Zimmer

Das ich keinen westlichen Standard zu erwarten hätte wusste ich natürlich. Ich war sogar sehr positiv überrascht. Das Bett ist riesig und mit einem Mückennetz versehen, es gibt einen großen Ventilator sowie eine Klimaanlage, TV, einen großen Schreibtisch mit Kühlschrank, Safe, Schrank und auf dem Balkon standen 2 Stühle aus Holz, gepolstert und wie sich rausstellte sehr bequem neben einen kleinen Tisch.

Das Badezimmer fiel dann eher in die Kategorie „nicht ganz westlicher Standard“. Es war hoch gefliest und sauber, ich fand zumindest in den Ecken und Fugen keine unerwünschten Rückstände. Die Ausstattung erinnerte mehr an einem Hobbyhandwerker der im Baumarkt nicht zu viel ausgeben wollte. Aber! Alles funktionierte, war sauber und für den Zweck sich abends zu duschen und zurecht zu machen vollkommen ausreichend. Ich erwartete weit aus Schlimmeres und war auch hier sehr überrascht.

Das Essen

War jeden Tag, nun bin ich 1,5 Wochen hier, sehr lecker und vielseitig. Auch wenn ich nicht alles Essen darf (dazu komme ich noch, wenn ich über die Kur spreche) wurde es mir nie langweilig. Es gab am Buffet für gewöhnlich immer 6 warme Mahlzeiten sowie eine Suppe und Salat zur Auswahl. Ausserdem verschiedene Obstsäfte und Obst zum Nachtisch.

Der Service

Bei diesem Thema bin ich froh, dass es nicht nach westlichen Standards geht. Der Service war so brillant gut, dafür muss man in Europa schon 200 – 300 Euro pro Nacht zahlen um annähernd hinzukommen.

Das Zimmer wird 2-mal täglich gemacht, morgens wird das Laken aufgeschlagen, das Zimmer gereinigt, die Handtücher getauscht etc. Abends wird das Bett aufgeschlagen, die Klima eingeschaltet und das Mückennetz herabgelassen.

Beim Essen wird sich um eine gekümmert als sein man der König. Wenn ich ein Buffet habe, dann erwarte ich selten das ein Kellner an den Tisch kommt. Anders hier: Der Kellner begrüßt einen zu jeder Mahlzeit, bringt das warme Wasser und den Tee zum Tisch, füllt fleißig das Wasser nach und räumt das benutzte Geschirr ab. Ausserdem gab es zu manchen Mahlzeiten auch frisch gekochtes (ein Koch stand dann neben dem Buffet und bereitete manchen frisch zu) und der Kellner servierte dies auch an den Tisch.

Nach den Behandlungen kam der Lifeguard und brachte den Tee, wechselt das Handtuch auf der Liege wann man noch nach Öl triefte und verschob die Liegen sofort wenn sich das Wetter änderte.

Egal um was es ging, Behandlung, Pool, Garten, alle waren extrem bemüht, immer höflich und freundlich und nur in seltensten Fällen aufdringlich.

Resümee

Was gibt es zum Hotel sonst zu sagen? Das Personal wurde kurzfristig etwas gesenkt, es gab eine Periode von 2-3 Tagen an denen kaum noch Gäste da waren. Das ging aber schnell vorbei und wäre mir auch nicht negativ aufgefallen.

Natürlich, würde ich hier mit einer Lupe sitzen und alles inspizieren, gäbe es schon eine Menge an Sachen die ich kritisieren könnte, aber ich bin der Überzeugung das sich das Hotel im Vergleich zum Angebot und Preis super schlägt.